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Wirkungen von Gewürzen

Gewürze


Gewürze werden schon seit undenklichen Zeiten in der Küche und der Volksheilkunde genutzt und doch steht ihre wahre Erforschung noch ganz am Anfang. Aber das Interesse an Gewürzen, nicht nur ihrem Geschmack, sondern auch ihren Wirkungen auf Organe und deren Funktionen, nimmt immer mehr zu.

 

Viele Menschen erkennen, dass sie mit der richtigen Gewürzwahl ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit fördern, leichte Erkrankungen bekämpfen können und sogar ihre Stimmung gehoben wird. Gewürze sind nämlich auch Erinnerungen an einen schönen Urlaub, an fröhliche Runden mit Freunden bei einem leckeren Essen und ähnliches.

Doch unser Thema ist ja die Küchenapotheke:

Bei Appetitlosigkeit:
Zwiebeln und Knoblauch senken den Blutzucker und wenn das geschieht, tritt ein Hungergefühl ein. Also einfach mal öfter frische Zwiebeln unter den Salat mischen, eine Zwiebelsuppe bereiten und Quark mit viel Knoblauch essen. Auch Zitronenmelisse, Wermut, Paprika, Pfeffer, Meerrettich und Muskat wirken appetitanregend.

Schnelle Zwiebelsuppe (4 Portionen): 500 g Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden und in 4 EL Butter glasig dünsten. Mit etwas Mehl bestäuben und mit Fleischbrühe auffüllen, 20 Min. köcheln lassen. Etwas Sahne oder Schmelzkäse einrühren und mit frischen Kräutern bestreuen.

 

Bei verminderter Speichelproduktion:
Darunter leiden vor allem viele ältere Menschen. Hier können Cayenne, Ingwer, Paprika, Pfeffer, Piment, Senf und auch Zucker helfen. Öfter mal süß-sauer eingelegten Ingwer, eingelegte Paprikafrüchte oder Senffrüchte essen.

Bei schwachem, nervösen Magen:
Artischocken sind günstig für die Magensäfte. Enzian (ein Gläschen täglich), Kardamom, Piment, Nelken, Zimt und Anis - ihre Aromastoffe stimulieren und kräftigen die Magenschleimhaut.

Bei Durchfall:
Besonders bei derartigen Problemen nach dem Verzehr fetter Speisen helfen Knoblauch, Majoran, Salbei Thymian und auch Minze.

Gallen- und Leberbeschwerden:
Anis, Kurkuma, Artischocken, Senf, Rosmarin, Wacholderbeeren.

 

Kurkumatee:
1 gestrichenen TL Kurkumapulver mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und 10 Min. ziehen lassen. Abseihen und einige Wochen lang täglich 2 - 3 Tassen davon trinken. Hilft vor allem bei Gallengrieß und schützt vor Gallensteinen.

Bei Störungen des Darmes:

 

 

 

 

 

 

 

Vor allem bei entzündlichen Darmleiden hilft alles, was die so genannten "Bitterstoffe" enthält. Diese stärken die Abwehrkräfte und beeinflussen darüber hinaus das Immunsystem über den Darm günstig. Bitterstoffe sind besonders enthalten in: Wermut, Artischocken, Enzian, Chinarinde, Ingwer, und Isländischem Moos.

Bei Blähungen:

Hier helfen die "Karminative", die die Darmwände entkrampfen und entspannen. Diese finden wir vor allem in Anis, Kümmel, Fenchel, Koriander, Nelken, Pfeffer und auch Salbei.

Bei Wasseransammlungen im Körper:
Hier wirken besonders Berberitze, Muskat, Sellerie, Wacholderbeeren und auch Borretch harntreibend und nierenanregend.

Bei Mundgeruch:
Helfen Anis, Koriander Gewürznelken und Piment.

Bei Herzschwäche (nicht bei organischen Erkrankungen!):

Hier können Chili, Paprika in allen Formen, Senf, Ingwer, Kurkuma stärkend wirken.

Weiterhin soll Chili eine antithrombotische Wirkung haben, d. h. Blutgerinnseln entgegenwirken. Der Beweis: in Ländern, wo viel Chili und Paprika gegessen wird, gibt es weit weniger Herzinfarkte als bei uns.

Zum Schluss möchten wir noch die Aphrodisiaka nennen
- nur für diejenigen natürlich, die es interessiert! ;-)

Sie werden auch "Liebesgewürze" genannt und sind tatsächlich seit tausenden von Jahren bekannt. Die Durchblutung der Sexualorgane steigern (nachweislich!?) Senf, Ingwer, Chili, Rosmarin, Kümmel, und Vanille.

Glutamat


Glutamat ein Gewürz zu nennen ist durchaus nicht nach unserem Geschmack, denn es passt so gar nicht in die Reihe der anderen Gewürze hinein. Dennoch kann man diese Substanz wenn man richtigen Würzen erklären will, nicht gut übergehen.
Glutamat ist eine chemische Substanz, die genauge¬nommen Mononatriumglutamat heißen müsste. Sie ist fast geschmacklos und besitzt die sonderbare Eigen¬schaft, den Eigengeschmack fast aller Nahrungsmittel zu heben und zu steigern. Niemand weiß, warum nach Zugabe von Glutamat ein Huhn viel mehr nach Huhn, eine Ente viel mehr nach Ente schmeckt, und niemand weiß, warum auch die zarten Geschmacksnuancen — beispielsweise bei Kalbshirn — durch Glutamat über-deutlich zum Vorschein kommen. Das trifft nicht nur für Fleischgerichte zu, auch der Geschmack von Ge¬müse wird durch Beigabe von Glutamat angehoben.
Natürlich hat sich die Ernährungswissenschaft alle erdenkliche Mühe gegeben, hinter das Geheimnis zu kommen. Jedoch vergeblich — denn nicht einmal die Frage, ob diese Eigenschaft auf chemische Veränderun¬gen oder auf sinnesphysiologische Ursachen zurückzu¬führen ist, konnte eindeutig geklärt werden. An der Tat¬sache selbst aber ist nicht zu rütteln.
Schon lange vor der chemischen Synthese des Gluta¬mats verstanden sich Chinesen und Japaner darauf, diese „Wundersubstanz“ aus Pflanzen zu gewinnen. Man kann mit Recht annehmen, dass dadurch der Ruf der chinesischen Küche mitbegründet wurde. Auch heute noch bedienen sich Chinesen und Japaner dieser ihrer eigenen Glutamatvariante. Fe-Tsin heißt das weiße Zauberpulver der chinesischen Küche, gegen das manche Menschen eine Allergie entwickeln. Es kommt
— wenn auch selten — vor, dass in einem chinesischen Restaurant ein Gast beim Essen leichenblass wird und heftig zu schwitzen beginnt. Er gehört dann zu den Fe¬-Tsin-Allergikern.
Den vielen Gewürzmischungen, die heute von der Industrie angeboten werden und die sich vor allen Din¬gen bei „würzunkundigen“ oder „würzunsicheren“ jun¬gen Hausfrauen großer Beliebtheit erfreuen, wird Gluta¬mat gern als Komponente beigegeben. — Es lohnt sich, ein wenig mit Glutamat zu experimentieren. Es kommt sehr darauf an, ob man allein mit Glutamat würzt, ob man ein Gemisch aus Glutamat und Kochsalz verwen¬det oder ob man sein Essen mit den gewohnten Gewür¬zen bereitet, um es zum Abschluss mit Glutamat zu „verbessern“. Wer ohne Kochsalz auskommen muss, der kann mit Glutamat gute Ergebnisse erzielen, denn durch die Anhebung des Eigengeschmacks verlieren die ungesalzenen Gerichte ihre „Leere und Fadheit“.
Als Richtzahl möge folgende Angabe dienen: Es ge¬nügt, wenn man für einen Liter oder ein Kilogramm einer Speise 1,5 Gramm Glutamat verwendet.
Die Frage nach der möglichen Schädlichkeit oder Nützlichkeit ist leicht beantwortet: Glutamat ist eine Aminosäure, die für den menschlichen Organismus von großer Bedeutung ist. Wer mit Glutamat würzt, der schadet nicht, sondern führt dem Körper einen wichti¬gen Baustein zu. Glutamat wirkt nervenstärkend.

 

 

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